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Hobby

    

 

Vorab das Buch,

 

Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten



 

     das ich vor vielen Jahre begeistert gelesen habe, hat mich zu diesen Aussagen und insbesondere zu dieses Handeln meiner altgriechischer-Küche; Hobby-Webseite inspiriert.

    

 

    

     Da mein Sohn Philippos langsam aber sicher in das Alter kommt wo er bald ein Auto und das beste ein Motorrad fahren darf, habe ich mir folgendes gedacht.

 

     Mein letztes Moto Guzzi Motorrad war eine "Le Mans III 1000 cc“ vor 20 Jahren (hatte natürlich andere Hersteller wie Yamaha, Honda und Vespa danach) die ich in Einzelteilen zerlegte um sie zu restaurieren und seitdem in Kisten im Keller wieder zu finden ist,..... kennen viele!

 

     So fing alles an mit dem Gedanken ihm eine Guzzi zu seinem 16-ten Geburtstag zu schenken. Ja zu seinem 16-ten, dann hätten wir zwei Jahre Zeit sie nach seiner Vorstellung und Bedürfnis zu gestallten.

 

    Also fing ich bei den Verkaufsportalen mich umzuschauen. Die Kri- terien waren, leicht, wendig und niedrige Sitzposition. Nicht zu vergessen, für Erstanfänger 48 PS Maximale Motorleistung.

 

     Die V50-ger Serie, leicht, niedrig, wendig und mit 48 PS war jetzt der Favorit.

 

    Leider in der späten Winterzeit 2015 der Bonner Umgebung war das Angebot nicht gerade groß, doch da eine grüne Lady aus Berne in der nähe von Bremen erweckte meine Aufmerksamkeit.

 

    Zum Hörer gegriffen und siehe da, es wurde Wirklichkeit mit dem Traummotorrad für den Philippos.

 

 

 

V50 Monza, Foto vom autoscout24

 

 

    

     Nicht traurig sein Bella, sie fahrt nach Bonn-Castell und ist in guten Händen; ja das ist sie!

 

 

 

     Also Rückfahrt nach Bonn und raus aus dem Transporter. Die üblichen Checks, dabei den Notschalter repariert und das Lenkradschloss wieder gängig gebracht mit WD 40 für eine sichere TÜF Vorführung.

 

     Die Vorführung beim TÜV auf dem 150 m² Parkplatz war ein Scherz, alles in Ordnung nur die Bremswirkung bei der Vorderbremse wurde beanstandet.

 

     Mein Einspruch beim Prüfer, die Guzzi hat eine Integralbremse. Das bedeutet dass wenn Sie volle vordere Bremsleistung haben möchten müssen Sie mit der Fußbremse bremsen, weil dann die Hintere- und die linke Vorderbremse bremst und zur Verstärkung (Notbremsung) der Vorderbremskraft die Handbremse mit der rechten Bremsescheibe erreicht wird.

 

     Das leuchtete dem Prüfer ein und beim erneuten Bremsversuch zeigte er mir seinen erhobenen rechten Daumen.

 

 

    

Angemeldet unter BN PA 6H (Philippos Afentopoulos mein Sohn und ich Panagiotis Afentopoulos) und erste Probefahrt Richtung Rheinbach, Meckenheim und Wesseling über die Landstraße.

 

     Sie wollte nicht so wie ich es wollte, keine wirkliche Leistung und das Bremsen mit der Fußbremse (Integralbremse) war auch nicht berauschend.

 

     Zu Hause angekommen Ventile  eingestellt und die Angst das die Ventilführungen sehr abgenutzt sind wurde sehr groß. Der Grund die Ventilschäfte ragten beim rechten Zylinderkopf ca. 1 ½-2 mm Richtung Auslass, Krümmer. Beim Linken Zylinderkopf ebenfalls (leider habe ich aus versehen die Fotos gelöscht).

 

     Beim Kauf wurde mir gesagt dass die Zylinder ausgewechselt wurden, war da etwas schief gelaufen?

 

     Erneute Probefahrt, doch ohne Erfolg!

 

     Nochmal das Ventilspiel eingestellt (nachher mehr dazu), Bowdenzü- ge geölt. Das allerwichtigste ist, der Motor treibt das Motorrad voran doch wie hält man das Ding zum Stillstand?

 

    Ja die Bremsflüssigkeit war schwärzer als Tintenfisch-Tinte bei der Handbremse. Doch das beste bei der Entlüftung der Integralbremse kam nicht nur Tinte heraus sondern der Bolzen von der Bremspumpe blieb beim 3 oder 4-ten drücken des Bremshebels stecken und wollte nicht durch die Feder zurückgeschoben werden.

 

     Bremspumpe defekt!

 

 

 

     Also Tank, Sitzbank, Seitendeckel, Vergaser, Luftkastenfilter und die Batterie runter und ran an die Arbeit.

    

     Ebenso alle Kabelstecker auseinander gezogen und mit WD-40 besprüht. Alle Kontakte sollten wieder kontakt haben.

 

 

             

            Filterkasten raus, Vergaser zerlegt.

        

 

 

Der Ansaugsammler war voll mit Rissen.

 

 

 

    Filterkasten zerlegt, gereinigt und Gummiteile wie den Endschall-dämpfer "Ansaugsammler" (der nicht mehr lieferbar ist), auf Risse überprüft und mit Flüssiggummi repariert.

 

      Toll dieses ELASTOSAL® H 6 und ELASTOSAL® HÄRTER RE.

 

 

 

     Vergaser zerlegt, auf Verschleiß überprüft und neue O-Ringe und Dichtungen eingebaut. Natürlich nicht zu vergessen Ultraschall gereinigt.

 

 

 

Tolles Foto, alles fast wie neu und voll funktionsfähig!

 

 

 

     Der nächste Schritt war, entweder....oder.

 

     Also das einzige richtige war und ist runter mit den Zylinderköpfen, Zylindern und Kolben.

 

     Genau das; was man von solch einer Laufleistung von fast 90.000 km und 32 Jahren Leben zu erwarten hat, sah ich dann.

 

     Alle 4 Kipphebeln waren ausgeschlagen!

 

 

 

     Zylinderköpfe runter.

 

     Der rechte Kolben sah sehr verölt aus, auch war Geléeartiges nicht verbranntes Öl auf dem Kolben und beim linken genau so.
 

 

 

     Die Zylinder, Kolben mit Kolbenringen, Kipphebelstifte mit Kipp- hebeln, Zylinderkopf, Zylinderkopfdeckel, Ölwanne, Steuerkette-Deckel und die Schwarz-Matt verrostete Lafranconi Riservato Competizioni eingepackt -

 

 

 

     und zu KS Motortechnik Klaus Schöne in Bonn-Dransdorf gebracht.

 

 

 

     Die Schwarzweiße Qualitäts-Prüferin (Foto Mitte) präsentierte auf der Empfangsbank eine von den 6 Masarati Zylinderköpfen die bearbeit werden sollten.

 

     Mein Herz schlug Zehntausend.

 

     Hier war ich richtig, die Erfahrung hatte ich vor ca. 14 Jahre bei dem gerissenen Renault Espace 2.2 Liter Krümmer der geschweißt wurde und immer noch fährt, für ganze 40,00 €.

 

 

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