Theater und Schauspieler

 

 

Sophokles "König Ödipus" Übersetzung aus dem Jahr 1813

von Adolf Wagner
Erstdruck. Adolph Wagner war ein Onkel Richard Wagners

und ist in dessen Autobiographie beschrieben.

 

 

Ηλέκτρα (Elektra) Tragödie, ca. 413 v. Chr. von Sophokles.

Elektra (op.58) ist eine Oper in einem Aufzug von Richard Strauss, nicht nur er hat sich in unsere abendländische Kultur verewigt.

 

 

Die dramatische Dichtung ist ganz in Athen zuhause, während die Sophisten und Philosophen mit Ausnahme von Sokrates (469-399 v. Chr. war ein für das abendländische Denken grundlegender griechischer Philosoph, der in Athen zur Zeit der Attischen Demokratie lebte und wirkte. Zur Erlangung von Menschenkenntnis, ethischen Grundsätzen und Weltverstehen entwickelte er die philosophische Methode eines strukturierten Dialogs, die er Mäeutik („Hebammenkunst“) nannte., der sich über die anderen lustig machte, Fremde waren. Sie waren meist lonier, Protagoras aus Abdera, Prodikos aus Keos usw. Den größten Einfluss hatten diese wandernden Weisen vermutlich in den späten dreißiger Jahren des Jahrhunderts.

 

 

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.

Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.

Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft,

verschlingen bei Tisch die Süßspeisen,

legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

 

Sokrates (469-399 v. Chr.)

 

 

Die Zeitspanne zwischen Sokrates und der Gegenwart sind 2500 Jahre groß,

doch die Problematik

haben wir zu Recht erkannt.

 

 

Aristophanes (450/444 v. Chr. in Athen; † um 380 v. Chr.) war ein griechischer Komödiendichter. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der griechischen Komödie, insbesondere der Alten Komödie, und des griechischen Theaters überhaupt. Seine Komödien, v. a. Lysistrata, werden immer wieder gespielt entstanden in den zwanziger Jahren und Platon datierte sein Symposion 416 v. Chr.

 

 

 

 

 

Amphitheater von Aspendos (Quelle Dieter Schütz)

 

Dementsprechend gibt es auch in der zeitgenössischen Tragödie nur wenig oder überhaupt keine Handlung auf der Bühne. In gesetzten Reden werden die Ereignisse jedoch großartig geschildert; doch das wirkliche Drama, das sich in den Worten zwischen wenigen Gestalten und dem Chor darstellt und das oft in einer gewaltsamen Tat hinter der Bühne gipfelt, von der vielleicht nur ein Bild des tötenden und des Getöteten gezeigt wird, ist sicher in seinem Geist derjenigen Kunst verwandt, die man mit einigem Recht als polygnotisch bezeichnen kann. Das bedeutendste Beispiel dieser Kunst muss das große Wandgemälde mit der Darstellung von Odysseus in der Unterwelt in Delphi gewesen sein, wo die Höhe ein Gefühl für Distanz erzeugte und ein Wald zwischen dem unteren und dem oberen Hintergrund das Zentrum des Bildes verwischte. Auf das Bild waren mehrere Gruppen komponiert, von denen einige sehr fremdartig erschienen. Die Mittelgruppe direkt unter dem Wald zeigte Agamemnon, wie er mit seinem Stock zwischen den größten Heroen stand, die alle außer dem König keine Bärte trugen.

 

 

 Amphitheater von Side (Quelle La Liana)

 

Die Sparsamkeit der Mittel und die Mäßigung der klassischen Kunst nach ihrer Trennung von der alten Großartigkeit und Vitalität sind sicher der Ausdruck einer bewussten und überlegten Geistesbewegung. Die Gewänder fallen schlichter, und die ausdruckslosen Gesichter sehen aus, als wären sie für die Ewigkeit bestimmt. Während sich die Skulptur auf einen ernsten Realismus zu bewegt, gewinnt die Zeichnung eine plastische Qualität. Eine mehr theo- retische, selbstbewusstere Kunst ist entstanden.

 

In der Geschichte hatte es etwas derartiges natürlich noch nicht gegeben. Im 5. Jahrhundert v. Chr. haben sich die Griechen endgültig von ihren Vorläufern und Zeitgenossen gelöst. Künstler fingen jetzt an, über ihr Fach zu schreiben: Polyklet (450-410 v. Chr.) über Bildhauerei, Parrhasios (400 v. Chr.) über Malerei, Iktinos (er war zusammen mit Kallikrates der Architekt des Parthenons auf der Akropolis von Athen (Bauzeit 448/47 bis 438/37 v. Chr.). über den Parthenon, Agatharchos über Wandmalerei und Sophokles über den tragischen Chor.

 

Die Wirkung dieser Bewegung ist in der Literatur besonders deutlich, und hier schlug sie sich zuerst nieder. Herodot (490-424 v. Chr.) ist, obwohl er erst in den frühen zwanziger Jahren des 5. Jahrhunderts schrieb, noch ein archaischer Schriftsteller. Er gestaltete seine Anekdoten und komponierte seine Sätze ebenso wie Kapitel und ganze Bücher mit einem offensichtlich intuitiven formalen Gefühl. Thukydides begann bereits bald nach 431 v. Chr. zu schreiben und war etwa 30 Jahre lang aktiv. Doch die Klarheit seiner Gestaltung, seine bewusste persönliche Zurückhaltung und die großartigen Effekte, die er anstrebt, zeichnen ihn als reinen Vertreter der Klassik aus.

 

Dies ist ein manierierter Stil, und Klassik ist von Natur aus eine bestimmte Manier. Das Ergebnis sind jedoch eine wohlgeordnete Klarheit des Materials und leichte Verständlichkeit. Diese beiden Zeitgenossen gehören nicht nur in ihrer Schreibweise zwei verschiedenen Generationen an, sondern ganz unterschiedlichen Welten, einerseits Halikarnass ((antike griechi- sche Stadt (eine dorische Gründung) an der Südwestküste  Kleinasien) das von den Persern erobert war und andererseits Athen in seiner Hochblüte. Es ist einerseits die alte jonische Gemeinschaft und andererseits der Delische Seebund des 5. Jahrhunderts.

 

 

Amphitheater von Milet (Qulle Wikipedia)

 

Thukydides (454 v. Chr.396 v. Chr.) lebte bereits zur Zeit der Sophisten (die Sophisten waren eine Gruppe von Männern mit besonderem Wissen auf theoretischem oder praktischem Gebiet, die meist gegen Geld Unterricht gaben. Sie wirkten während der griechischen Antike, von etwa 450 v. Chr. bis etwa 380 v. Chr. ). Ihre Wirkung auf den Stil der Prosa war sehr nach rückwärts gerichtet. Sie reglementierten die Formen der öffentlichen Rede, die bestanden hatten, ehe sie niedergeschrieben werden konnten, zu einer klangvollen ornamentalen Rhetorik. Die Rede wurde zu einer wirkungsvollen Darbietung, die gelehrt werden konnte. Diese neuartige Rhetorik war typisch westgriechisch. Sie war jedoch nicht der einzige

 

Ausdruck der Sophistik. Die Sophisten verfeinerten auch die Kunst des Argumentierens, und zwar oft in perverser Art und Weise, und sie gerieten manchmal in philosophische Positionen von radikaler Originalität, wobei sie jedoch wenig Rücksicht auf Verantwortung und Moral nahmen, die damit in Zusammenhang stehen. Nichts von alledem war ganz neuartig, doch geriet es in der sophistischen Bewegung aus der Form.

 

Die Reaktion in Richtung auf Wildheit und Extravaganz lässt sich aus den späten Stücken des Euripides ermessen. Sie zeigt sich in ihrem machtvollen und verwickelten Impressionismus, in der Brillanz und Verwirrung der Strukturen und in der exotischen Färbung. Das beste und bedeutendste Stück sind sicher die Bakchen, auch wenn man unterstellt, dass es zu diesem Thema sicherlich ein verlorenes Meisterwerk von Aischylos. In der drama- tischen Dichtung wird gewöhnlich Sophokles (497 v. Chr. in Kolonos; † 406/- 405 v. Chr. in Athen) war ein klassischer griechischer Dichter. Sophokles gilt neben Aischylos und Euripides als der bedeutendste der antiken griechischen Tragödiendichter. Seine erhaltenen Stücke, vor allem Antigone oder König Ödipus, sind auf den Bühnen der ganzen Welt zu sehen als der große Klassiker bezeichnet.

 

 

 

Sophokles "König Ödipus" Übersetzung aus dem Jahr 1813 von

Adolf Wagner

Erstdruck. Adolph Wagner war ein Onkel Richard Wagners

und ist in dessen Autobiographie beschrieben.

     
    Seitenanfang