die wichtigsten Zutaten und Gewürze

 

 

Homerμηρος, in seiner "Ilias" λιάς, bringt sicherlich den Luxus für die Griechen zum Vorschein, des nicht alltäglichen tierischen Fleisches der Nutztiere und des Jagdwildes als Hauptnahrungsmittel! Wie schon erwähnt, Ziegen, Schafe und Rinder weideten im Gegensatz schon vor 8000 Jahre auf den immergrünen Feldern des Kleinasiatischen Territoriums.

 

Dagegen im griechischen Hauptsektor war das Meer (wie in der vorhe- rigen Seite 5 beschrieben) ergiebiger als das Festland, das dennoch eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln bedingt durch die geografische Beschaf-fenheit hatte. Circa. 70 % des Festlandes besteht aus Bergformationen die nicht für die Aufzucht von großen Nutztieren wie Rinder geeignet war und ist. Doch das Kleinasiatische Festland bedingt durch die Evolution der Natur war das gegenteilige von dem westlichen griechischen Festland und besonders deren Inseln.

 

Im Innenland von Kolchis, Κολχίς, waren die Gold, Silber und Kupfer- minen schon seit 6000 Jahre vor Chr. im betrieb. Die Machtstellung der Königreiche in der antiken Epoche sorgten sich sicherlich um Kolchis, der Reichtum an Wälder, fruchtbare Getreide Felder, und die sichtbare Grenze von Europa. Hellenismus und Asien das Alexander der Große von Mazedonien 336 v. Chr. vereinte war möglicherweise, die Angst von Homer. Es war sicherlich der Hinweis dieser großen Gefahr von Homer, wenn wir ihn verstehen können! Die schöne Helena, war- und ist immer noch das Land Kolchis.

 

Blutsuppe oder Schwarze Suppe (mélanas zomós μέλανας ζωμός) ein Hauptgericht aus Sparta der Spartiatischen Soldaten das aus frischen Schweineblut, Schweinefleisch, Mehl, Schwarzbrot/Vollkornbrot, Essig, Gewürze, Salz gekocht und mit der Maza, Feigen, Käse Fisch und Wild aufgedeckt. Mélanas zomós war so begehrt das die Älteren laut PlutarchΠλούταρχος, nur die Suppe ohne Fleischeinlage aßen und die Fleischstücke sie den jüngeren Soldaten reichten. Ironie der spartanischen Blutsuppe . Der Sophist Claudius AelianusΚλαύδιος Αιλιανός, erwähnte das bei den Lakedaimonier, Λακεδαιμόνιοι, Köchen es verboten war irgend etwas herzustellen das der Blutsuppe ähnlich war.   

                                                                             Zum Rezept.

 

 

 

 

Achäischer Frauenkopf, Stadt Kydonia ca. 1500 v. Chr

Chania, Kreta. Quelle: Wikipedia

 

 

Doch laut anderen Hinweisen wurde diese Blutsuppe schon Jahrhunderte vorher auf Kreta in der heutigen Region ChaniaΧανιά, an den Bergkamm der Weiße Orte, Λευκών Ορέων, von den Achäia, Αχαία, (die Achäia stammten aus Thessalien Strabon 14. 643) zubereitet. In der Odyssee von Homer "iii.330" wird Chania erwähnt und der Römische Consul Ceacilius Metellus erfasste das die Stadt KydoniaΚυδωνία, das Privileg hatte ein unabhängiger Stadtstaat des Römischen Reichs zu bleiben, ihre eigene Geldwährung zu behalten und das bis zum 3.-jahrhundert nach Christus anhielt.

 

 

Das muss im Gegensatz mit dem was Speusippos sagt notiert werden, wo er sagt dass der Tintenfisch dem Kalmare ähnelt. Alle die den Ausdruck des Hipponaxππναξ, in seine Werke "Tintenfisch Blutungen" definierten, deuteten es als den Tintenfisch. Die Blutung ist, wie der Erasistratos,in seinem "Opsartitiko" sagt, Saft. Dieses schreibt er: Die/der Blutung/Saft wird aus gebackenen Fleisch mit Blut vermischt, mit Honig, Käse, Salz, Kumin, Silphion und Essig gekocht. Und der Glaukós aus lokris (2. Hälfte des 4. Jh. v. Chr.) schreibt folgendes: Blutung ist gekochtes Blut und Silphion, und gekochter Wein oder Honig, Essig, Milch, Käse und geschnittene Gewürzblätter. Und der wissende Archestratos sagt: Tintenfisch bei Abdera und im Zentrum von Maronia.

 

Athenaios VII 324a-b

 

 

 

Stadt Kydonia, eine Teilausgrabung neben der Stadt Chania, Kreta,

die große Stadt liegt leider unter der heutigen Stadt Chania.

 

 

Die Völkerwanderung der Achäien lässt sich bis Kolchis zurück- verfolgen. Doch muss auch erwähnt werden das sie MiletΜίλητος, schon zwei Generationen vor der Zerstörung Trojas besiedelten. Ebenfalls besiedelten sie die strategisch wichtigste südöstlichste Insel Zypern, Κύπρος, der damaligen Epoch, die östlichen Griechische Inseln und die Küsten von Kilikien, Κιλικία, (Strabon 14. p. 683). Ebenso besiedelten die Achäia die Syrische Küste bis zur Bergregion Tyrus und bis zum Fluss Orontes, Ορόντης (Strabon 16. p. 750).

 

Oder war es der Hinweis von Homer dass der Osten seine Reichtümer zeigen- und zugleich verstecken/schützen sollte/wollte vor dem Achäischen Bündnis und der Machtergreifung von Kleinasien?

 

 

 

Mykenischer Bündnis von 1600 - 1150 v. Chr., Homers "Ilias"

(griech. λιάς, Iliás)

 

 

Agrarpreise in Portugal

 

Lieber Timokrates! In seinem Bericht über den Reichtum Lusitaniens, Λυσιτανία, einer Region Iberiens, das die Römer jetzt Spanien nennen erzählt Polybios, Πολύβιος, von Megalopolis im 34- Buch seiner "Geschichte". dass dort wegen der guten Mischung der Winde Mensch und Tier fruchtbar sind und die Erträge des Bodens nie versagen. Denn dort haben die Rosen, Levkojen, Spargeltriebe und ähnliche Gewächse nur drei Monate Winterruhe, und die Meeresfrüchte unterscheiden sich von den Produkten unseres Meeres nach Menge, Qualität und Schönheit beträchtlich. Sizilische Gerste kostet eine Drachme, der Scheffel Weizen neun alexandrinische Obolen, Wein eine Drachme das Maß, ein Zicklein mäßiger Größe eine Obole, ebenso ein Hase. Der Preis eines Lammes ist drei oder vier Obolen, eines Mastschweins von hundert Minen fünf Drachmen, eines Schafes zwei. Ein Talent, Feigen kostet drei Obolen, ein Kalb fünf Drachmen, ein Zugochse zehn. Wildbret hat fast gar keinen Preis, man gibt es ab als Zugabe und Geschenk. Für uns aber, führt uns der gute Larinsios in Rom jedes mal mit jeder Art von Gütern die Lissabonische Art, seiner Liebenswürdigkeit, Großzügigkeit und Danksagung vor, doch wir bringen von unseren Häusern nur Worte mit.

Athenaios 330c - 331c

 

Wissenschaftler von der Harvard University haben eine aus der Domi- nikanischen Republik in Bernstein eingeschlossene Urbiene, Proplebeia domi- nicana gefunden die ca. 15 bis 20 Millionen Jahre darin gefangen war. Felsen- malereien aus den Cuevas de la Arana oder aus der Höhle von Alacon datieren aus dem Mesolithikum (12.000 bis 9.000 v. Chr.) die wichtigen Beziehungen zu der Biene. Nicht nur der Honig und Pollen, sondern auch die Brut für ein großen Anteil des Proteinbedarfes dienten die Nester der Bienen.

Die Ägypter schon 3.000 v. Chr. hielten die Bienen als Wappentier und natürlich auch ernteten sie deren Honig, Propolis und Wachs.

Im Antiken Griechenland spielte die Imkerei eine wichtige Rolle in der Mythologie. Bienen wurden als „Vögel der Muse“ bezeichnet und galten als Boten der Götter, Honig als Quelle der Weisheit, Beredsamkeit und Dichtkunst. Der Göttervater Zeus trug den Beinamen „Bienenkönig“.

 

 

 

Achäischer goldener Bienenanhänger aus Kydonia (Chania)

ca. 1,500 v. Chr.

In der griechischen Mythologie wurde Zeus von seiner Mutter Rhea als Säugling auf der Insel Kreta versteckt. Sie wollte ihn vor seinem Kinder fres- senden Vater Kronos retten. Auf Kreta wurde er von der geflügelten Nymphe Melitta (Melissa) hier mit Honig und von der Ziegennymphe Almathea, μάλ- θεια, mit Milch ernährt.

Honig und Milch wurden zu den Götterspeisen Nektar, νέκταρ, und Ambrosia, https://de.wikipedia.org/wiki/Ambrosia, und das „gelobte Land“ der Juden war das Land, „wo Milch und Honig fließen“. Honig wurde geschätzt als Schönheitsmittel aber auch als Heilmittel. Der berühmte Arzt Hippokrates ( 466 bis 377 v. Chr.) verordnete Honig bei Fieber, Verletzungen, Geschwüren und eiternden Wunden. Bei den Olympischen Spielen tranken die Athleten Honigwasser um schnell wieder zu Kräften zu kommen.

Als Abbild der Seele spielt die Biene auch eine kultische Rolle. Sie ist eines der wichtigsten Attribute der Göttin Artemis, ρτεμις, deren jungfräu- liche Priesterinnen „Melissai“ μελίσσαι, (Bienen) genannt wurden. Als Symbol der Wiederauferstehung findet man sie auf Grabmalen als Zeichen des Lebens nach dem Tod. Die drei Wintermonate, während denen die Biene verschwun- den zu sein scheint, erinnern an die drei Tage, während denen Christus vor seiner Auferstehung tot und unsichtbar im Grab gelegen hat. Die Griechen der Antike waren die ersten, die sich theoretisch mit dem Wesen der Biene, der Staatenbildung und der Honiggewinnung auseinandersetzen. Bereits 600 v. Chr. gab es in Griechenland eine voll entwickelte und gesetzlich geregelte Im- kerei. Aristotelesριστοτέλης, (384 bis 322 v. Chr.) verfasste das erste Fach- buch über die Bienenzucht.

 

 

Oxymeli (Honigessig): den Honig zum Kochen bringen, bis er schäumt, den Schaum abschöpfen und so viel Essig hinzugeben, das die Mischung nicht zu scharf und nicht zu süß wird; das ganze erneut aufkochen, bis es wohl durchmischt und nicht mehr roh ist. Zum Gebrauch mit Wasser

verdünnen, so als mische man Wein mit Wasser!

 

Galen, Wie man gesund bleibt 4,6

 

 

 

 

 

Cuevas de la Araña (dt.: Spinnenhöhlen) Honigjägers oder einer -jägerin  

in den Cuevas de la Araña zwischen 10.000 und 6.000.v. Chr.

 

 

Das Rüsten und Schneiden von Gemüse, Fleisch und Fisch wurde in ähnlicher Art und Weise vorgenommen wie heute. Es wurde gegrillt, gekocht, frittiert, blanchiert, gebacken und roh (vor allem Fisch) verzehrt. Die Fleisch- stücke schnitt der Koch oder Sklave in Escalope, Gulasch, Ragout, Steak und als Ganzes, gefüllt mit Gänseleber von Feigen gemästeten Gänse, gebettet auf jungen Mohnknospen mit zart grünen Blätter.

 

Im Frühjahr und Herbst wurden bei den milden Sonnenstrahlen auf Tücher dünn ausgerollte verschiedene Teigwaren luftgetrocknet, anschließend in kleine und große Quadern, Blätterform- sowie Längsstreifen geschnitten.

   

Bei der Art der Zubereitung der einzelnen Rezepte, müssen wir uns gewisse Eingeständnisse machen, wir haben nicht den Luxus eines Back- ziegelstein Ofen, sondern ein Gas- oder Elektroanschluss. Daher werden wir einen feinen Käsekuchen nur knapp mit den Ofentemperaturen backen kön- nen. Doch nicht zu vergessen, unsere Hilfsmittel mit denen wir antikgetreu ar- beiten möchten. Eine Steinplatte auf dem Gasherd, es sind Temperaturen von ca. 250°C, das ist eine gute Basis für das gelingen. Ein vorgeheizter Tontopfdeckel der "Gastra", (Römertopf- oder Tajinedeckel) dient zum bede- cken von Back und Grillgut. Brötchen können in einer antiken Hausküche zu jeder Tageszeit innerhalb von einer ½ Stunde gebacken werden.