Honig

 

 

Wissenschaftler von der Harvard University haben eine aus der Dominikanischen Republik in Bernstein eingeschlossene Urbiene, Proplebeia dominicana gefunden die ca. 15 bis 20 Millionen Jahre darin gefangen war. Felsenmalereien aus den Cuevas de la Arana oder aus der Höhle von Alacon datieren aus dem Mesolithikum (12.000 bis 9.000 v. Chr.) die wichtigen Beziehungen zu der Biene. Nicht nur der Honig und Pollen, sondern auch die Brut für ein großen Anteil des Proteinbedarfes dienten die Nester der Bienen.

Die Ägypter schon 3.000 v. Chr. hielten die Bienen als Wappentier und natürlich auch deren Honig, Propolis und Wachs.

Im Antiken Griechenland spielte die Imkerei eine wichtige Rolle in der Mythologie. Bienen wurden als „Vögel der Muse“ bezeichnet und galten als Boten der Götter, Honig als Quelle der Weisheit, Beredsamkeit und Dichtkunst. Der Göttervater Zeus trug den Beinamen „Bienenkönig“.

In der griechischen Mythologie wurde Zeus von seiner Mutter Rhea als Säug- ling auf der Insel Kreta versteckt. Sie wollte ihn vor seinem Kinder fressenden Vater Kronos retten. Auf Kreta wurde er von der geflügelten Nymphe Melitta (Melissa ) mit Honig und von der Ziegennymphe Almathea mit Milch ernährt.

Honig und Milch wurden zu den Götterspeisen Nektar und Ambrosia und das „gelobte Land“ der Juden war das Land, wo Milch und Honig fließen“. Honig wurde geschätzt als Schönheitsmittel aber auch als Heilmittel. Der berühmte Arzt Hippokrates ( 466 bis 377 v. Chr.) verordnete Honig bei Fieber, Verlet- zungen, Geschwüren und eiternden Wunden. Bei den Olympischen Spielen tranken die Athleten Honigwasser um schnell wieder zu Kräften zu kommen.

Als Abbild der Seele spielt die Biene auch eine kultische Rolle. Sie ist eines der wichtigsten Attribute der Göttin Artemis, deren jungfräuliche Priesterinnen „Melissai“ (Bienen) genannt wurden. Als Symbol der Wiederauferstehung findet man sie auf Grabmalen als Zeichen des Lebens nach dem Tod. Die drei Wintermonate, während denen die Biene verschwunden zu sein scheint, erinnern an die drei Tage, während denen Christus vor seiner Auferstehung tot und unsichtbar im Grab gelegen hat. Die Griechen der Antike waren die ersten, die sich theoretisch mit dem Wesen der Biene, der Staatenbildung und der Honiggewinnung auseinandersetzen. Bereits 600 v. Chr. gab es in Griechen- land eine voll entwickelte und gesetzlich geregelte Imkerei. Aristoteles ( 384 bis 322 v. Chr. ) verfasste das erste Fachbuch über die Bienenzucht.

 

 

Oksimeli

Οξύμελο

 

120 ml Honig, 20-25 ml Rotweinessig.

 

Den Honig in einem Topf zum simmern bringe und mit der Schöpfkelle den Schaum abschöpfen. Den Rotweinessig dazugeben und nach ca. 4 Minuten die Wärme herunterdrehen. Abkühlen lassen und verwenden.

 

Tipp: In der antike Zeit wurde Oksimeli gegen Fiber gereicht.

 

 

Milómelo, Μηλόμελο, konservierte Äpfel in Honig. Der Honig nimmt den charakterischen Geruch sowie Geschmack an. Selbstverständlich lassen sich alle Früchte mit Honig konservieren.

 

 

Melikrato, Μελίκρατο, Honig mit Milch, das süße Getränk der Kinder.

 

 

Idrómelo, Υδρόμελο, entsteht aus der Gehrung des Honigs. Der Vater der Medizin Hippokrates, nannte den Honig „ der Goldene Gesundmacher“ und empfahl jeden Tag das Getränk Idrómilo.

 

 

Inómelo, Οινόμελο, Honig mit Rotwein: Es wird erwähnt dass der Philosoph Demokrit sein sehr hohes Alter seine Ernährung zu verdanken hatte. Täglich startete er seinen Tag mit Inómilo und Brot.

 

 

 

 

 

 

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