Knorpel-Knochenfische, Weich-Krustentiere

 

 

Alle die hier aufgeführten Fische wurden sehr wahrscheinlich in der antike rundum, um das ganze Mittelmeer, an den Häfen und auf den Märkten angeboten.

 

Ich halte mich bei der Herstellung der einzelnen Gerichte wenn nicht anders angegeben wird an die original Rezepturen der Quellen.

 

Das von den ca. 700 Fischarten, ca. 90 Knorpelfische sowie 3 Rundmäu- ler im Mittelmeer und dem schwarzen Meer, natürlich nicht nur 3 Fischsorten zubereitet würden ist sehr nachvollziehbar, denn wer Hunger hatte aß alles was er fand.

 

Natürlich mit dem zunehmenden Luxus wurden bei gehobenen Bürger- schichten nur die teuersten, seltensten und die ausgefallenste Zutaten benutzt. Doch der einfache Landbewohner war angewiesen die Eicheln mit seiner ganzen Familie vom Sonnenaufgang bis zur Dunkelheit in den Wäldern zu sammeln um überleben zu können.

 

Gleichzeitig muss beachtet werden das ärmliche Fischer einen nicht essbaren Hai mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wieder ins Wasser gaben.

 

Es wäre nicht verwunderlich wenn viele Fischer die gefangenen Haie und Flügelrochen dennoch verkauften, natürlich unter einem anderen Preis als den Dornhai (Schillerlocke).

 

Durch den hohen Amoniakgehalt beim Haifischfleisch ist in frischem Zustand für den Menschen das Fleisch giftig. Das Fleisch kann man nur dann essen, nachdem es fermentiert ist, Abbau des Amoniak. Doch diese ferman- tierung ist gleichzeitig Kilometerweit zu riechen.

 

 

 

In der Stadt Torone musst du die Bauchfleisch-Steaks des Hai, karcharías, kaufen; bestreue sie mit Kreuzkümmel und nicht zuviel Salz und füge nichts sonst hinzu;

mein lieber, allenfalls etwas grünes Olivenöl.

Wenn sie gegart sind, wirst du ein trimmátion (Kräutrmischung)

und die Steaks darin servieren.

Wenn du alle die Steaks brätst, eine „Mannschaft“ für deinen Kochtopf,

dann vermische keinen Tropfen Wasser oder Weinessig mit ihnen,

sondern gieße nur Öl für sich auf und trockenen Kreuzkümmel

und aromatische Kräuter.

Gare sie über der Glut, setze sie aber keine Flamme aus und wende sie häufig um, so dass sie nicht anbrennen, ohne das du es bemerkst.

Nicht viele Menschen kennen dieses göttliche Essen oder wünschen es zu essen,

und sicher keine der Menschen, die eine (feige?) Seele haben und gelähmt sind,

weil dieses Tier selbst Menschen frisst - doch jeder Fisch liebt Menschenfleisch,

wenn er es bekommt.

 

(Archestratos 23 bei Athenaios 310c und 163g)

 

 

 

 

Ein Spartaner wurde zu einem Gelage eingeladen,

bei dem Seeigel serviert wurden, und nahm sich einen.

Er wusste nicht, wie man diesen ißt und bemerkte auch nicht,

wie seine Tischgenossen mit ihm umgingen.

So führte er den Seeigel mitsamt der harten Schale zu Munde und brach ihn mit seinen Zähnen auf.

Er kam mit seiner Portion schlecht voran,

da er mit dem Widerstand der Oberfläche nicht ferig wurde,

und sagte daher: "Gemeines Gericht! Ich werde jetzt nicht schwach werden

und dich gehen lassen,

aber mehr von deiner Art werde ich mir auch nicht nehmen!"

 

Eine Anaktote von Athenaios (91c-d) nach Demitrios von Skepsis